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Die meisten Leute denken beim Wort «Kehrichtverbrennung» an die rauchenden Kamine der siebziger Jahre. Diese Zeiten sind in der Schweiz vorbei. Heute ist der Beitrag einer Kehrichtverbrennung an die Luftverschmutzung verschwindend klein. Bei einzelnen Komponenten wie z.B. Staub ist der Ausstoss nahezu Null. Dank konsequenter Wärmenutzung von Kehrichtverbrennungsanlagen können Millionen von Litern Öl eingespart werden. Somit wird durch die Kehrichtverbrennung die Luftqualität sogar verbessert.

Luft

 

Bezüglich Luftreinhaltung haben sich die Kehrichtverbrennungsanlagen in der Schweiz in den letzten 30 Jahren zu den Musterschülern entwickelt. Sie haben nicht nur die strengsten Grenzwerte aller Verbrennungsanlagen, sondern unterschreiten diese auch um ein Vielfaches.

Bei Renergia wird durch die hochmoderne, mehrstufige Rauchgasreinigung der Schadstoffausstoss soweit reduziert, dass einzelne Komponenten kaum mehr nachweisbar sind. Die Belastung der Luft nimmt gegenüber der alten Wärmeversorgung der Perlen Papier AG (PEPA) mit Öl und Gas deutlich ab, weil Renergia dieselbe Energie sauberer herstellen kann.
Die Reingase sind frei von Geruchsstoffen, da die Feuerungstemperatur so hoch ist, dass diese vollständig eliminiert werden.

Bei tiefen Umgebungstemperaturen kondensiert der Wasserdampf im Reingas und es wird eine Dampffahne sichtbar. Sobald es wärmer wird, verschwindet diese wieder.

 

Verkehr

 

Dank der zentralen Lage von Renergia im Entsorgungsgebiet haben die gefahrenen Lastwagenkilometer deutlich abgenommen. Zur Vermeidung von Leerfahrten kommen bei mehreren Abfallverbänden und Marktkunden Grossraumkipper zum Einsatz. Diese liefern auf dem Hinweg Kehricht und transportieren auf dem Rückweg Schlacke zur Metallrückgewinnung in die verschiedenen Deponien.

Bei Renergia werden zudem nur Lieferungen in LKW entgegengenommen. Kleinmengen durch Private, Industrie und Gewerbetreibende können in den zahlreichen öffentlichen und privaten Annahmestellen entsorgt werden. Auch dies führt zu einer Reduktion der Verkehrsbelastung.

Anlieferungen per Bahn sind bei Renergia möglich und erprobt. Ökologisch und ökonomisch macht die Anlieferung per Bahn aber erst ab etwa 100 km Sinn.

 

Wasser

 

Die technisch notwendige Kühlung im Dampfkreislauf der Stromerzeugung erfolgt über Luftkondensatoren, und nicht wie bei der KVA Luzern mit Reusswasser. Renergia betreibt zudem eine trockene Rauchgasreinigung. Der gesamte technische Prozess ist somit abwasserfrei. Das Regenwasser versickert in einer naturnah gestalteten Retensionsanlage. Es bleibt also das Sanitärabwasser von rund 30 Mitarbeitenden, das in die Kläranlage abgegeben wird.

Ökologische Ausgleichsmassnahme

 

Renergia hat sich an mehreren Ausgleichsmassnahmen auf Rooter und Buchrainer Gemeindegebiet verpflichtet, darunter die Renaturierung des Wilbaches und Teilen des benachbarten Flachmoores in der Unterallmend.

 

Klima

 

Wenn die Verbrennungswärme einer Kehrichtverbrennungsanlage zur Produktion von Strom, Dampf für einen Industriebetrieb und heissem Wasser für ein Fernwärmenetz genutzt wird, so können damit entsprechende Mengen an Primärenergie ersetzt werden.

Durch den Ersatz von Heizöl und Gas bei der Perlen Papier AG und den mit Fernwärme beheizten Gebäuden, verbessert sich die CO2-Bilanz des Kantons Luzern um ca. 90'000 Tonnen CO2 oder etwa 20 Prozent aller im Kanton Luzern gefahrenen Autokilometer.